Arbeitskreis Politik und Zeitgeschichte (AK PuZ)

  • Was ist Demokratie?
    Volksherrschaft?
  • Regiert tatsächlich in Deutschland das Volk?
    Oder die Parteien?
    Oder doch verschiedene Lobbies?
  • Wie reformieren wir den Arbeitsmarkt, wie das Gesundheitswesen, so dass möglichst alle damit leben können?
    Warum ist das so schwierig?
  • Wie gestalten wir unseren Energiesektor?
    Wie machen es andere Länder?

Mit diesen und vielen anderen spannenden Fragen des politischen Geschehens in struktureller und aktueller Hinsicht beschäftigt sich der Arbeitskreis „Politik und Zeitgeschichte" (AK PuZ), der mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 nach einigen Jahren des Ruhens in diesem Bereich wieder ins Leben gerufen wurde.

Interessierte Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe treffen sich freitags von 13.30 bis 15.00 Uhr alle zwei Wochen und opfern in anerkennenswerter Weise ihre freie Zeit zu Beginn des Wochenendes, um sich in lockerer Runde mit Gleichgesinnten über die Vorgänge des politischen Lebens auszutauschen, Stellung zu beziehen oder zu lauschen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Themen wie

  • der EU-Reformprozess,
  • der Atomausstieg,
  • die Zukunft der Arbeit (und damit die der Teilnehmer!),
  • der Nahost-Konflikt,
  • kulturelle Konfliktlagen (Stichwort: Mohammed-Karikaturen)

werden stets lebhaft und engagiert diskutiert.

Doch nicht nur untereinander geht es oftmals heiß her: Die von allen Beteiligten als äußerst gewinnbringend empfundene „halboffene Form" lässt neben den internen Diskussionen nämlich auf der anderen Seite Platz für realitätsnahe Einblicke in das politische Leben. So konnten auf Initiative des AK PuZ für Gastvorträge mit anschließenden Fragerunden namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft gewonnen werden, zu welchen auch alle anderen SchülerInnen und KollegInnen eingeladen waren. Die Gespräche u. a. mit Horst Seehofer, Claudia Roth, Sabine Leutheusser­Schnarrenberger, Georg Schmid, Bischof Dr. Walter Mixa oder Charlotte Knobloch, bei denen man ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und Charaktere kennenlernen durfte, waren in jeder Hinsicht ein Erfolg.

Ebenso interessant sind die Gesprächsrunden mit weniger namhaften, aber um nichts weniger kenntnisreichen Fachleuten, wie etwa Dietmar Braunmiller, Dozent am Institut für technische Weiterbildung, der uns mit den Möglichkeiten, Methoden und Risiken der Arbeit von Greenpeace vertraut machte oder mit Frau Unterreitmayer von der Lea-Ackermann-Stiftung, die Frauen und Kinder unterstützt, die durch Zwangsprostitution oder Menschenhandel in Not geraten und Opfer von Gewalt geworden sind. Dieses Thema hatte leider gerade während der Fußballweltmeisterschaft - von den Medien und der Bevölkerung meist unbeachtet - an Brisanz in unserem Land gewonnen.

Die durchgeführten Exkursionen in den Bayerischen Landtag und in die Staatskanzlei, die Teilnahme am von der Bundeswehr durchgeführten Planspiel Pol&IS sowie die Berlinfahrt vermitteln hautnah und vor Ort weitere Einblicke in die Gestaltung politischen und gesellschaftlichen Lebens in unserem Land.

Ich hoffe, dass viele Teilnehmer des AK PuZ dem Kreis treu bleiben, dass aber auch viele neue interessierte Schülerinnen und Schüler hinzukommen. Auf die anregenden Gespräche mit euch in der Zukunft freue ich mich schon jetzt.

Christian Huber
(Wahlfach-Lehrer)